Historisches

 

              Maschinenfabrik 

       und Mühlenbauanstalt

 

stand einst am Grundstück Strehlaer Straße 27 in Gröba. 

Ein gewaltiger Name für eine kleine Firma. Doch Franz Riedel, der 1898 auf elterlichem Grundstück eine Schlosserei gegründet hatte, konnte stolz sein auf seine Firma. Hatte er doch eine Steinschrotmühle "Elektra" entwickelt, die er patentieren ließ, und die gefragt war bei den Landwirten. Mehrere Typen gab es von diesem Gerät, Preis zwischen 325 und 480 Mark, kurz vor dem ersten Weltkrieg. Leistung pro Stunde etwa 150 Kilogramm Feinschrot oder 500 bis 1000 Kilogramm Grobschrot. Darüber hinaus verhalf der Betrieb mit der Montage von Licht- und Kraftanlagen Anfang vergangenen Jahrhunderts der Elektroenergie zum Durchbruch. Sogar eine Shell-Tankstelle wurde auf der Strehlaer Straße betrieben.  

 

 

 

                           Seit 1910 war Franz Riedel 

1. Aufsichtsrat

des Elektrizitätsverbandes Gröba. 

In den 20er Jahren übernahm der flexible

Handwerker die Vertretung für Phänomen-

Fahrräder und unterstützte den Radsport 

in Gröba. 

 

 

 

 

 

 

 

 

1947 wurde Sohn Walther Riedel nach dem Tod des Vaters der Chef der Firma. Mit diesem Wechsel erfolgte eine Spezialisierung auf Dreharbeiten für die Riesaer Industrie und das Handwerk. 

Diese Spezialisierung war es wohl auch, die die örtlichen Organe veranlasste, den Betrieb zum Verkauf freizugeben, als 1966 Walther Riedel aus Altersgründen aufhörte.

Ein Käufer war schnell gefunden, Kurt Ritschel hatte bei Nitzsches in der Bahnhofstraße Schlosser gelernt, später den Meister erworben. Selbständig zu sein, das war sein Traum, und so griff er zu, als die Riedel-Firma zu erwerben war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach umfangreicher Modernisierung wurde neben der Dreherei die Bauschlosserei wieder in die Produktionspalette aufgenommen. Stahlbau, Stanz- und Schweißarbeiten wurden ausgeführt. Doch die Dreharbeiten für Plamag Plauen, den Druckmaschinenhersteller, für Robotron und für die heimische Industrie blieben ein Hauptbestandteil der Produktion. Feste Bindung als Industriezulieferer, da unterschied sich Ritschel nicht von den anderen Handwerkern.

 

          

 

 

 

 

 

 

 

Deshalb forderte die Wende 1989/1990 mit Wegbrechen der bisherigen Abnehmer eine neue Profilierung. Man begann mit dem Vertrieb, der Montage und dem Service von Hörmann-Produkten. Und man kam mit Dynamic-Display ins Geschäft, montierte Wartehallen und Werbevitrinen in Riesa. Etwas blieb auch von dem alten Profil der Bauschlosserei. Ob Fertigung eines Gartenzaunes oder eines Ersatzteiles, jeder Kundenwunsch wird erfüllt. Einer der damaligen Mitarbeiter ist auch Sohn Rainer, seit 1980 im väterlichen Betrieb beschäftigt, hat er in der Wendezeit seinen Meisterbrief erworben ... und seit Juli 1999 der neue Chef.

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                   

 

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